Aufstiegsrunde 2.Liga

Eintracht verliert „Endspiel“ gegen Rostock

11. Mai 2021, 20:49 Uhr

Aller Kampf half nichts: Niko Tzoufras (in schwarz) und der HC Eintracht unterliegen dem HC Empor Rostock. Foto: Jule Gaube

Der HC Eintracht Hildesheim hat das wichtige Aufstiegsrundenspiel gegen Empor Rostock mit 24:27 verloren. Nach einer guten ersten Halbzeit, zog Rostock mit einem 6:0-Lauf Anfang der zweiten Hälfte uneinholbar davon.

Eintracht kommt gut rein

Rostock startete in die Partie mit Anwurf und Eintracht mit engagierter Defensive. In einer 6-0-Deckung hatte Trainer Jürgen Bätjer vor Torwart Jakub Lefan dafür René Gruszka, Jonas Richardt, Moritz Schade, Martin Vilstrup Andersen, Eimantas Grimuta und Lothar von Hermanni auf die Platte geschickt. Obwohl die Rostocker mit schnellen Pässen und vielen Kreuzungen versuchten die Abwehr des HC Eintracht auseinander zu ziehen, hielten die Gastgeber mit ebenso schnellen Füßen dagegen. Vorstöße der Gäste aus dem hohen Norden wurden im Keim durch beherztes Festmachen erstickt, gerissene Lücken schnell gestopft. So dauerte es ganze vier Minuten bis zum ersten Treffer. Lukas Schieb war dann über Halbrechts zur Stelle. Ebenfalls gleich im Spiel war Eintracht-Keeper Lefan, der sich in den ersten 20 Minuten mit vier Paraden auszeichnen konnte.

Rostock holt auf

Weil auch Rostock den Kampf gleich annahm, fehlte auch bei Eintracht offensiv der Spielfluss. Mit entschlossenen Zügen Richtung Tor holten die Einträchtler aber immer wieder 7-Meter raus, die Kapitän Lothar von Hermanni in der ersten Hälfte auch alle sicher verwandelte. Als von Hermanni mit einem weiteren 7-Meter nach 17 Minuten das 6:2 markierte, sieht sich Rostock zu einer Auszeit gezwungen.Gäste-Trainer Wiechers wechselte den kompletten Rückraum durch. Im Anschluss starteten die Gäste einen Lauf. Auf das 7:3 durch Andersen lassen die Gäste vier eigene Treffer folgen. Bätjer reagiert darauf seinerseits mit einer Auszeit, danach entwickelte sich bis zur Halbzeit ein offener Schlagabtausch. Beim Spielstand von 11:10 ertönte die Sirene zur Halbzeit.

Wir spielen annähernd fehlerfrei. Die erste Halbzeit war bombe, die Abwehr top!
René Gruszka

Eintracht verpasst den Wiederbeginn

Nach der durchaus guten ersten Hälfte, kamen die Hausherren aber zu spät aus der Kabine. Die Rostocker dagegen waren gleich voll da und starteten einen weiteren Lauf. Tim Völzke trifft acht Minuten in der zweiten Halbzeit zum 11:16 aus Eintracht-Sicht. Am Anfang einer zweiten Halbzeit kann man noch kein Spiel gewinnen, es aber verlieren. "Wir lassen den Ball liegen, nehmen uns komische Abschlüsse und sofort wittert Rostock wieder Morgenluft", fasste Außen René Gruszka zusammen. Eintracht bekam in dieser Phase im wahrsten Sinne des Wortes die Gegner nicht mehr zu packen, einfache Tore über beide Halbseiten sind die Folge. Dazu will es auch offensiv nicht wieder richtig anlaufen, exemplarisch vergibt Lothar von Hermanni in Minute 36 seinen ersten 7-Meter. Bätjer versucht zwar mit einer Auszeit und dem Torwartwechsel sein Möglichstes, aber Rostock hat jetzt die Spielkontrolle. Trotzdem kommt Eintracht nochmal auf zwei Tore ran, ein Ausgleich gelingt aber nicht mehr. Als Coach Bätjer nach knapp 54 gespielten Minuten nochmals eine Auszeit nimmt, ist die Partie schon gelaufen. Das Spiel plätschert danach zum 24:27-Endstand aus.

Ich denke aufgrund der 2. Halbzeit ist der Sieg für Rostock doch verdient. Wir kämpfen und hauen alles heraus, aber wir haben Anfang der 2. Halbzeit wieder eine Phase, in der wir ich glaube fünf technische Fehler machen. Gerade von der rechten Seite sind die zu leicht ins Aus geschmissen. Das war nicht gut, das hätten wir besser machen müssen. Wir kommen ja nie mehr als drei Tore heran.
Jürgen Bätjer

Durch die Niederlage scheinen die Rest-Hoffnungen auf das Erreichen der Zwischenrunde auf ein Minimum gesunken, auch weil gestern nach der Schlusssirene in der Arena die Nachricht die Runde machte, dass der MTV Braunschweig einen Corona-Fall hat und die kommende Partie für den TuS Vinnhorst gewertet wird. Bestätigt ist dies noch nicht, aber selbst wenn es nicht der Fall wäre, müsste der HC Eintracht in Spenge gewinnen und Vinnhorst beide Partien gegen Braunschweig und Potsdam verlieren. 
Weitere Stimmen, Bilder und Analysen zum Spiel folgen heute im Laufe des Tages.

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